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- Schnell erkennen: Gesichtslähmung, schwache Arme, Sprachstörungen = Schlaganfall.
- Sofort die 144 anrufen (nicht abwarten).
- Den Zeitpunkt des Symptombeginns notieren (entscheidend für die Behandlung).
- Wenn die betroffene Person bei Bewusstsein ist: beruhigen, ruhig lagern und ihren Zustand überwachen.
- Wenn sie bewusstlos ist, aber atmet: stabile Seitenlage.
- Nichts zu trinken oder zu essen geben, kein Aspirin.
- Atmung und Bewusstseinszustand kontinuierlich überwachen, bis die Rettungsdienste eintreffen.
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall tritt auf, wenn ein Teil des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff und Blut versorgt wird. Innerhalb weniger Minuten beginnen Gehirnzellen abzusterben, was zu schweren bleibenden Schäden oder zum Tod führen kann.
Man unterscheidet zwei Hauptformen des Schlaganfalls:
- Ischämischer Schlaganfall (≈ 85 % der Fälle): Ein Blutgerinnsel verschließt eine Hirnarterie und blockiert die Durchblutung.
- Hämorrhagischer Schlaganfall (≈ 15 % der Fälle): Ein Blutgefäß reißt und verursacht eine Blutung im Gehirn.
In beiden Fällen ist Zeit ein kritischer Faktor: Je schneller die Behandlung erfolgt, desto höher sind die Überlebens- und Erholungschancen.
Bei einem Schlaganfall schnell handeln: Warum jede Minute zählt
Die ersten Minuten nach einem Schlaganfall sind entscheidend. Eine schnelle Behandlung kann:
- Hirnschäden begrenzen;
- die Chancen auf eine Wiederherstellung der motorischen und kognitiven Funktionen erhöhen;
- das Risiko dauerhafter Behinderungen reduzieren.
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss in der Schweiz sofort die 144 gewählt, die betroffene Person kontinuierlich überwacht und der Zeitpunkt des Symptombeginns notiert werden (entscheidende Informationen für die Ärztinnen und Ärzte).
Anzeichen eines Schlaganfalls erkennen: Ohne Verzögerung reagieren
Ein Schlaganfall kann sich plötzlich durch typische Symptome bemerkbar machen, die unbedingt erkannt werden müssen:
- Schwäche oder Taubheitsgefühl in einem Arm, einem Bein oder im Gesicht, oft nur auf einer Seite.
- Sprachstörungen: Schwierigkeiten beim Sprechen, zusammenhanglose Sprache oder Unfähigkeit, Gesprochenes zu verstehen.
- Plötzlicher Sehverlust (teilweise oder vollständig), häufig auf einem Auge.
- Starke und ungewöhnliche Kopfschmerzen, manchmal mit Übelkeit und Erbrechen.
- Gleichgewichtsstörungen: Schwierigkeiten beim Gehen, mangelnde Koordination, Schwindel.
Um sich die Warnzeichen zu merken, denken Sie an das Akronym FAST:
F wie Face (Gesicht) → Gesichtslähmung
- A wie Arms (Arme) → ein Arm kann nicht gehoben werden
- S wie Speech (Sprache) → Sprachstörung
- T wie Time (Zeit) → sofort die 144 anrufen
- Bei Verdacht auf einen Schlaganfall: sofort die 144 anrufen
Lebensrettende Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungsdienste
Bei einem Schlaganfall ist es entscheidend, sofort zu handeln. Hier sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen, die ohne Verzögerung anzuwenden sind:
- Rettungsdienste alarmieren (in der Schweiz 144)
- Wählen Sie beim ersten Anzeichen eines Schlaganfalls die 144.
- Beschreiben Sie den Zustand der betroffenen Person (beobachtete Symptome, Zeitpunkt des Beginns, bekannte Vorerkrankungen).
- Befolgen Sie genau die Anweisungen der Notrufzentrale.
- Betroffene Person richtig lagern
- Bei Bewusstsein: Setzen Sie die Person aufrecht oder halb sitzend in eine stabile und bequeme Position.
- Bewusstlos, aber atmend: Bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, damit die Atemwege frei bleiben und ein Erstickungsrisiko vermieden wird.
- Kontinuierlich überwachen
- Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung und den Bewusstseinszustand.
- Geben Sie weder Nahrung noch Getränke noch Medikamente (insbesondere kein Aspirin).
- Beruhigen Sie die betroffene Person, indem Sie bis zum Eintreffen der Rettungsdienste ruhig mit ihr sprechen.
Schlaganfällen vorbeugen und Erste Hilfe lernen
Die Prävention bleibt der beste Schutz vor Schlaganfällen. Ein gesunder Lebensstil trägt wesentlich dazu bei, die Risiken zu senken:
- Ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und gesättigten Fetten.
- Regelmäßige körperliche Aktivität.
- Stress reduzieren, für ausreichend Schlaf sorgen und mit dem Rauchen aufhören.
- Regelmäßige ärztliche Kontrollen bei Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Cholesterinwerten.
Über die medizinische Prävention hinaus wird dringend empfohlen, eine Erste-Hilfe-Ausbildung zu absolvieren (Kurse BLS-AED-SRC, IAS 1 oder IAS 2). In diesen Kursen lernen Sie:
- Anzeichen eines Schlaganfalls schnell erkennen.
- Die stabile Seitenlage und Wiederbelebungsmaßnahmen (BLS-AED) korrekt durchführen.
- In einem medizinischen Notfall besonnen reagieren.
Sich engagieren und Leben retten
Jede Minute zählt bei einem Schlaganfall. Ihre Fähigkeit, die Symptome zu erkennen und sofort zu handeln, kann den Unterschied zwischen einer schnellen Genesung und irreversiblen Folgen ausmachen.
Werden Sie noch heute aktiv und absolvieren Sie eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Sie sind damit bereit einzugreifen, Leben zu retten und die Sicherheit in Ihrem Umfeld zu stärken.
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